TAG DER FORTS 2016

International Fortress Day / Journee internationale des fortifications
Tag der Forts - Fort X, Köln

Über 1000 Besucher begaben sich auf eine Zeitreise durch die Festung Köln

Das Wetter spielte mit, die Sonne ließ sich blicken und so folgten am 05. Juni über tausend Besucher dem Aufruf zum 13. Tag der Forts, um die teils verborgenen Reste der preußischen Festungsanlagen in Köln zu erkunden. Verantwortlich für den inzwischen europäischen Festungstag, den zeitgleich mehrere Städte in Deutschland und im europäischen Ausland begehen, sind das Institut für Festungsarchitektur (CRIFA) und der Verein Kölner Festungsmuseum e.V.

Das Fort ist fort?

Wie versteckt und verborgen die etwa hundertjährige Festungsgeschichte ist, bekamen die Besuchergruppen an mehreren Orten zu spüren. Das ehemalige Zwischenwerk IXa – dessen Betreten aufgrund des aktuellen Rheinhochwasserpegels unsicher war – lag verborgen in der Westhovener Aue, umgeben von einer Wand aus meterhoch gewachsenen Pflanzen. Dank der sachkundigen Führung konnte die Gruppe sich einen Weg bahnen. Sehr schnell war allen Teilnehmer klar, dass die Natur auch einer besten Verbündeten der damaligen Militärs war. Sie nämlich nutzten schnell wachsende Pflanzen wie Sanddorn, Brombeere oder Robinien als natürliche, biologische Hindernisse.

Tag der Forts - Zwischenwerk VIII b, Köln

Düstere Lost Places mit schauriger Geschichte

Ein ganz ähnliches Erlebnis wurde den Führungsteilnehmern im Zwischenwerk IXb zu Teil, das ebenso versteckt im Gremberger Wäldchen liegt; Kein Wunder, dass dieser unwirtliche Ort eine Zeit lang gerne von Menschen mit Suizidabsichten aufgesucht wurde, konnten sie dort unerkannt Abschied vom Leben nehmen. Diese traurige Historie spielte natürlich in der Führung vor Ort keine Rolle mehr. Die Reste der Kehlkaserne, Flankengräben und die Lage der einstigen Eingangsverteidigung (Kehlkaponniere) standen im Fokus der Führung.

Ein inzwischen traditioneller „Lost Place“, der sich in den letzten zwölf Jahren besonderer Publikumsgunst erfreute, ist das große Fort IX. Nicht umsonst wird dieses Festungswerk von Filmproduktionsgesellschaften als düster, schaurige Kulisse gebucht. Und so konnte Uwe Kopp, der sachkundig durch die Anlage führte, nicht nur die militärische Bedeutung erläutern, sondern an zurückgelassenem Filmproduktionsinventar auch die aktuelle Umnutzung darstellen.

Tag der Forts - Fort IX, Köln

1. FC Köln auch dabei

Für viele ist das immer noch eine echte Überraschung, wenn, wie in diesem Jahr Patrick Ruppert, von der ursprünglichen militärischen Funktion des Geißbockheims (Zwischenwerk VIb), gelegen im Lindenthaler Stadtwald, berichtet wird. Und so staunten die Besucher auch nicht schlecht, als sie dann in die Umkleiden der historischen Sportstätte durften, um die Gewölbedecken zu begutachten. Ruppert führte schließlich eine Wanderung an, die vom Geißbockheim zum Fort Deckstein ging. Auf dem Weg dorthin verwies er immer wieder auf große Hügel, die ehemalige und nach den Auflagen des Versailler Vertrages gesprengte Festungswerke waren.

Bastei an der Stelle eines historischen Hafenbeckens

Dass am Ort der heutigen Event-Gaststätte „Bastei“ die Einfahrt zu einem ehemaligen Hafen lag und dass die Bastei ebenfalls zur Preußenfestung gehörte, erfuhren die Besucher in einer Wanderung am Rheinufer. Dank des Hochwassers war für alle der Anblick nochmal so spannend.

Geschichte für Kinder hautnah

Auch für Kinder war der Tag der Forts ein spannendes Erlebnis wie für die Erwachsenen. So konnten die jüngsten nicht nur die Taschenlampe in den dunklen Räumen zum Einsatz bringen, Pfeil- und Bogenwettbewerbe, eigene kindgerechte Inhalte ließen Zeitgeschichte hautnah erfahrbei sein.

Tag der Forts - Kinderführung, Köln

Moderne Technik im Ziegelwerk

Eine besondere Attraktion konnte im Festungsmuseum bestaunt werden. Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts für Robotertechnik führten einen autonom fahrenden Robotore vor, wie er durch das Festungsmuseum fährt und dabei den kompletten Innenraum vermaß. Auch bei schlechter Sicht, so versichtern die Fraunhofer-Ingenieure den Anwesenden, sollen die Roboter ihren Dienst versehen. Weiter konnten Technikbegeisterte eine europäische Funkübung mehrerer Funkamateure den Festungen verfolgen. Die Funker haben eigenes für mehrere Verbindungen zwischen verschiedenen europäischen Festungen gesorgt. Damit wollten sie ein Zeichen der paneuropäischen Freundschaft, die auch den Tag der Forts als Markenzeichen begleitet, unterstreichen. Die rege, weiterwachsende Teilnahme in Köln freut die Initiatoren des Tag der Forts. „Neben dem inhaltlichen Ausbau des Kölner Formats werden weitere Städte in Deutschland und Europa mitmachen“, konstatiert Robert Schwienbacher, Kopf der Aktivitäten um die neuzeitlichen Festungsanlagen.

Tag der Forts - Fraunhofer Institut FKIE

Unterstützung durch die NRW-Ministerpräsidentin und Kölns Oberbürgermeisterin

„Es stimmt uns froh, dass wir mit der Oberbürgermeisterin Kölns Henriette Reker und der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zwei starke Unterstützerinnen für den „Tag der Forts“ haben gewinnen können. Wir blicken gemeinsam mit der Stadt Köln als unser Partner nach vorne für unsere „Tag der Forts-Denkmäler“! Und deswegen gilt es schon jetzt den 4. Juni 2017 zu merken. Dann nämlich findet der 14. Tag der Forts in Köln und in andere Orten in Deutschland und Europa statt.

Tag der Forts

 

Offizieller Veranstalter des TAG DER FORTS

Verantwortlich für den inzwischen europäischen Festungstag, den zeitgleich mehrere Städte in Deutschland und im europäischen Ausland begehen, sind das

Institut für Festungsarchitektur(CRIFA) und das
Kölner Festungsmuseum e.V.

TAG DER FORTS

International Fortress Day / Journee internationale des fortifications
Deutsche Version

Sie kennen ihn sicher alle: Den inter-nationalen Tag des offenen Denkmals, an dem Gebäude von ihrer Geschichte künden und einem interessierten Publikum einen Tag lang offenstehen. Im Gegensatz zu diesem allgemeinen geschichtsvermittelnden Ansatz widmet sich der "Tag der Forts" exklusiv den Festungsanlagen der Neuzeit.

Festungsbaumeister vom Schlage eines Vauban, dessen Vorstellungen von Verteidigung in ganz Europa zu finden sind, oder später eines Herrn Biehler, der der standardisierten Architektur mit dem sog. "Einheits-Fort" bei den Preußen den Weg ebnete, stehen dabei exemplarisch im Fokus. Das, was sie schufen, ist - nachdem den Werken die militärische Funktion genommen wurde - heute willkommene Ergänzung im touristischen und kulturellen Portefeuille einer pluralen Stadt. Beispiele sind hier die Festungswerke in Ulm, Landau, Wesel, Straßburg, Berlin, Utrecht, Den Helder u.v.a.m.

English version

You surely all heard of it: The international heritage day, on which objects, that tell us a lot of storis of our exciting past, open their doors to public. While this day hasnt any specific focus but the past, the fortress day solely is for the military building of our modern past. Master-builders in fortification like Vauban, whose prospection of defense is found all over europe, or later like Mr. Biehler, who built fortresses uniformly as -standard-forts- for the prussians, are focused and introduced.

Many cities, like Ulm, Landau, Wesel, Strasbourg, Berlin, Utrecht or Den Helder have treasured their buildings of a military past - which mostly today are at least partly destroyed and looped - and intergrate them in the cultural and touristy picture of their citiyscape.

Version française

Vous savez sans doute lui tout: la Journée du patrimoine inter-national, annoncent généralement les objets de la construction de son histoire et ouvert au public intéressé pour une journée. Contrairement à cette histoire générale de médiation approche est dédiée à la Journée des Forts Fortifications des temps modernes. Architecte militaire du calibre de Vauban, dont les notions de défense en Europe peut être trouvé, ou plus tard, un M. Biehler, appelé l'architecture standardisée avec. "Unity Fort" a ouvert la voie pour les Prussiens, il y a des exemples dans la mise au point.

Qu'est-ce qu'ils ont créé est - aprés les travaux, la fonction militaire a été prise - désormais plus les bienvenus dans le tourisme et le portefeuille culturel d'une ville pluraliste. Des exemples sont les Koblenz Ehrenbreitstein Forteresse, les fortifications à Ulm, Landau, Wesel, Strasbourg, Berlin, Utrecht, Den Helder et al

Schirmherrschaft

Patronage / Parrainage
Henriette Reker

OBERBÜRGERMEISTERIN
DER STADT KÖLN

Henriette Reker

 

Lord Mayor of Cologne / Premier Bourgmestre de Cologne

 

Liebe Besucherinnen und Besucher des 13. Tag der Forts,

ich freue mich sehr, Sie zu einem besonderen zeitgeschichtlichen Entdeckerereignis in unserer schönen Stadt am Rhein begrüßen zu können.

Zahlreiche Relikte der ehemaligen preußischen Festung Köln, deren prägende Einflüsse bis heute im Stadtbild sichtbar sind, werden Ihnen einen Tag lang kostenfrei gezeigt. Initiatoren für das abwechslungsreiche Programm, das hervorragend in den Canon der städtischen Kulturveranstaltungen passt, sind seit 13 Jahren das Institut für Festungsarchitektur (CRIFA) und das Kölner Festungsmuseum e.V. Ihnen beiden gebührt nicht nur mein Dank für die Idee eines solchen Tages, sondern vor allem auch für das unermüdliche, nachhaltige Engagement Jahr für Jahr, das seit einiger Zeit internationale Früchte trägt und Städte im In- und Ausland unter der Marke Tag der Forts mitmachen lassen.

Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft über diese Veranstaltungsreihe übernommen, kann ich damit doch meine Wertschätzung für das hervorragende Engagement, das hier geleistet wird, zum Ausdruck bringen. Deswegen habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für diese jährliche Veranstaltungsreihe übernommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen interessanten Geschichtstag!

Henriette Reker

Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Grußwort

Foreword / Avant-propos
Hannelore Kraft

DIE MINISTERPRÄSIDENTIN
DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN

Hannelore Kraft

 

Premier heads the State Government NRW / Ministre-présidente du Land NRW

 

Forts entstanden, als Staaten in ständiger Bereitschaft lebten, sich gegen Feinde zu verteidigen. So wurde Köln in preußischer Zeit zur ,,Festung Cöln" ausgebaut: Der äußere Festungsring bestand vor dem Ersten Weltkrieg aus - für uns heute unvorstellbar! - fast 180 Anlagen. Aufgrund des Versailler Vertrags wurden sie geschliffen und ihre Umgebung wurde Teil des entstehenden Kölner Grüngürtels. Und glücklicherweise wurden nicht alle Relikte kriegerischer Zeiten zu Refugien von Fledermäusen. Das macht sich der "Tag des Forts“ zunutze.

Interessierte können an dem Tag die Zeugen der militärischen Vergangenheit außen und innen erkunden, erwandern und erforschen. Fachkundige Führer erläutern die früheren Funktionen des Forts, und auf die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer warten bestimmt spannende Geschichten zur Stadtgeschichte. Bemerkenswert finde ich, dass der "Tag des Forts“ inzwischen zum "Exportschlager“ geworden ist und auch in anderen deutschen und europäischen Städten begangen wird, unter anderem in Berlin, Ulm, Landau, Straßburg und Utrecht.

Doch sind Festungsanlagen in Europa überhaupt eine lange hinter uns liegende Vergangenheit? Angesichts der politischen Reaktionen auf die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung zu uns fliehen, lautet die Antwort leider ,,Nein“. In dem Sinn würde ich mich freuen, wenn der Tag auch zum Nachdenken über die Grenzanlagen anregen wurde, die ganz aktuell in Europa errichtet werden, und zwar zwischen Staaten, die Grenzen eigentlich längst per Vertrag aufgehoben hatten. Das wäre nicht der unwichtigste Ertrag einer solchen Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Ich danke den Initiatoren und wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Vergnügen und grenzenlose Erkenntnisse.

Hannelore Kraft

Hannelore Kraft

Teilnehmende Festungsstädte

Participating fortified towns / La participation des villes fortifiées
Bitte beachten: Diese Liste ist lediglich vorläufig! / Please note: This list is only preliminary! / S'il vous plaît noter: Cette liste est seulement préliminaire!

Pressestimmen

press reviews / revues de presse

Kontakt

Contact us / nous contacter

Feedback / Votre commentaire

Impressum

Betrieben wird tag-der-forts.de vom Cologne Research - Institut für Festungsarchitektur (CRIFA).

www.crifa.de
www.festungsmuseum.koeln

E-Mail: info@tag-der-forts.de
Telefon: (+49) 0162 / 73 99 505
Telefax: (+49) 0321 / 21283689

Veranstalter des TAG DER FORTS
Eigenverantwortlich die Vereine, Kommunen und/oder Organisationen in den jeweiligen Städten und Gemeinden.

In Köln wird der TAG DER FORTS vom Kölner Festungsmuseum e.V. und der CRIFA ausgerichtet.

Schirmherrschaft:
Stadt Köln, die Oberbürgermeisterin.