VORWORT

Liebe Besucherinnen und Besucher,
liebe Gäste Kölns,
bereits zum achten Mal findet nun der „Tag der Forts“ statt, an dem
viele ehrenamtliche Helfer und Führer die Überreste der einst
mächtigsten militärischen Verteidigungsanlage Europas, der
preußischen Festung Kölns, interessierten Besucherinnen und
Besuchern zeigen. Die Veranstaltung wurde dieses Jahr unter das
Motto „Architektur statt Militär Geschichte friedlich genutzt“ gestellt.
Als Oberbürgermeister der Stadt Köln habe ich sehr gerne wieder die
Schirmherrschaft über den „Tag der Forts“ übernommen: Denn
einerseits ist die Stadt Köln Eigentümerin der meisten
Befestigungsanlagen, und andererseits kann ich hiermit das besondere Interesse der Stadt
Köln an dieser Veranstaltung zum Ausdruck bringen. Ich freue mich sehr, dass auf diese
Weise ein noch immer recht unbeachtetes Stück Kölner Geschichte erlebbar wird.
Wegen ihrer großen historischen Bedeutung stehen die Kölner Forts und Zwischenwerke
wie auch die weitläufigen Grünflächen der Innere und der Äußere Grüngürtel , in denen sie
eingebettet liegen, unter Denkmalschutz. Im rechtsrheinischen Stadtgebiet sind einige
dieser Forts zumindest noch teilweise erhalten. Diesen glücklichen Umstand haben wir dem
ehemaligen Bundeskanzler und damaligen Oberbürgermeister Kölns, Konrad Adenauer, zu
verdanken: Nach dem Ersten Weltkrieg setzte er sich für die Bewahrung wesentlicher Teile
der Fortanlagen sowie der Ausgestaltung des Äußeren Grüngürtels ein. Die Forts und
Zwischenwerke liegen darin weit verstreut und legen sich radial als Festungsgürtel um den
Kölner Stadtkern.
In insgesamt rund 50 Führungen sowie fünf Radtouren und Wanderungen stellen rund 60
Referenten über 30 verschiedene Objekte vor und machen diese historisch bedeutenden
Bauwerke zugänglich. Besonders freue ich mich aber darüber, dass der Gedanke des „Tag
der Forts“ inzwischen auch in anderen deutschen Städten in Ulm und in Landau und sogar
europaweit Verbreitung findet: So werden die Festungsanlagen von Mutzig und Metz
(Frankreich) sowie die Umwallung und Forts von Straßburg der Öffentlichkeit mit Führungen
undAusstellungen zugänglich gemacht.
Mein Dank gilt allen Beteiligten, die ein hervorragendes bürgerschaftliches Engagement
zeigen: Zum einen mit der Organisation dieses Tages und des abwechslungsreichen
Besichtigungsprogramms und zum anderen mit ihrem Einsatz in ihren Vereinen für den
Erhalt dieser besonderen Bauten. So sind in Jahre langer Arbeit Führungen, Ausstellungen
und Publikationen entstanden, die immer wieder neue Aspekte einer wenig erforschten
Epoche zuTage fördern.
Ich wünsche der Veranstaltung einen regen Zuspruch und den Besucherinnen und
Besuchern interessante Erkenntnisse.

Jürgen Roters